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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

den Wissenschaften keim es auf Umstande an, diesie weckten oder hinderten; jede aber ging Uwes We-ges. Die Mathematik mißt, zahlt, berechnet. Damit Genauigkeit nichts ohne sic constrrurt werdenkann, so fand sie nicht nur in allen Bedürfnissendes Lebens, im Mordzcuge des Krieges selbst, ihre' Werkstatte, sondern da Alles in der Natur nachMaas, Zahl und Gewicht geordnet ist: so stellen

Sonne und Mond, Himmel und Erd^e ihr ein un-untcrbrochncs Schauspiel von Bewegungen dar, mitdem Zuruf:' ,,miß! zahle! wage!" Die Schiffs-und I'rieg :":nst, an denen in unsrem politischenZustande beinah alles hangt, samnit ihrer unterir-dischen Schwester, der Berglvcrkskunde, neben ihnendie vermehrten Bedürfnisse des Lebens, der wettei-fernde Handel, endlich die Kunst fast jedes kleinstenGewerbes, federn unaufhörlich auf, Raum, Zeitund Kraft dem Gedanken gehorsam zu machen, dasMeiste mit dem Mindesten-, das Größeste mit demKleinsten zu verrichten. Da nun nach einigen großenErfindern des vierzehnten bis sechzehnten Jahrhun-derts der menschliche Geist einmal auf diesem Wegevorgedrungcn war, schritt er in den beiden folgendenJahrhunderten mächtig weiter; und wird weiterschrei-tcn: denn das Maas aller Dinge, auch i» der näch-sten Anwendbarkeit .für Menschen ist nie vollendet.Außerdem geht die Mathematik, wie jede andresichre und höhere Kunst, gleichsam dem Instinkt zurSeite. Als Talent meldet sie sich sehr bestimmt an,überwindet Hindernisse und schreitet zum Werk; solange es Dienen giebt, wird cs auch Bau - undMcßkünstler geben.