II. Vernunft
4. Ein Kind generalisirt gern. Wenn cs Ei-nen Elephantm sieht, so glaubt cs, alle gesehen zuhaben; das Individuum wird ihm Typus des Ge-schlechts mit allen seinen Particularitaken. War derElephant grau, so müssen alle Elephanten grauscyn , bis es hört oder liefet, daß cs auch weiße Elc-phanten gebe. In allen Sprachen sinder man Restevon dieser Kindheit der Menschen in Gcneralisirungder Individuen zu Geschlechlsnamen durch ein oft
sehr
einzelnen mehreren Objecten anerkannt, warenGemeinnamen; der Mann, die Frau, dasKind mußten den Gemeinnamen parricularisiren.So entstanden verkürzende Anweisungsworte,(Ich, Du, Er, D i e s e r, I e n er,) bei de-nen die uoruiiia selbst verschwiegen werden konn-ten, die also, obgleich stets in Particularfällengebraucht, die Rede generalisirten. Alle Wortedes S e y n s, L e i d en s und Thuns (verlla)wurden, (obgleich bei einzelnen Gelegenheirenerfunden,) G e m e i n b e g r i ffe. Ein Infinitivbezeichnet? mit weniger Veränderung beim Thunund Leiden alle moäos und Zeiten, bis diesenach und nach durch Endungen, Vor- und Bei-worte einzeln bestimmt, d. i. particularisirtwurden st).
st) Setzen z. B., der Hauptbegriff, war da, denman nach und nach durch Präposirioncn und Ad-verbien (vor-, zu-, bei-, nach - setzen u. f.)particularisirte. Mir den tlssibus der vloniirirnirists ein Gleiches: manche Sprachen declinirten,d. i. particularisirten noch jetzt wenig oder garnicht.