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II. Vernunft
weil man nicht sagen kann, sie sey zuvor,als den Objecten selbst anhängig, von der zufäl-ligen Beschaffenheit der Natur abgenommenworden. Man muß sie vornussetzen, weilsonst keine projectirte Einheit der Verstandes- undVernunftbegriffe zu Stande käme, und ohne solchegar keine Vernunft statt fände. Damit also diesProject, eine Vernunft, zu Stande käme, müssenwir vor aller Vernunft, eine Vernunft, auch alsobjectivgültig annehmen. Nur in Ansehungdes letzter» thun wirs, sonst Ware uns keine ob-jectivgültige Vernunft nöthig. Zeigte uns jemandein Mittel, wie wir ohne objectivgültige Vernunfteine subjectivgültige Vernunft haben könnten; sowäre die Voraussetzung und Annahme nichtnothwcndig. (). H>. O.
„Wir finden diese transcendentale Voraussetzungauch auf eine bewundernswürdige Weisein den Grundsätzen der Philosophen versteckt,wiewohl sie solche darin nicht immer erkannt odersich selbst gestanden haben. Daß alleMannigfaltigkeiten der Dinge die Identität der Artnicht ausschließen, daß die mancherlei Arten nur alsverschiedentliche Bestimmungen von wenigen Gattun-gen angesehen werden müssen u. f., ist eine Schul-regel oder logisches Princip, ohne welches keinGebrauch der Vernunft statt fände. Daß aber auchin der Natur eine solche Einhelligkeit angetroffenwerde, setzen die Philosophen in der bekannten Schul-regel voraus: swtia ^rastsr wscsesitaterri non
esse ninltifilicairäa." *) Warum setzen sie es vor-
) S. 680.