wage, mit meiner Einbildungskraft gestalten?Noch minder werde ich ihm Thcilc der Welt alsGliedmaaßen oder Attribute zucignen. Raum ist sowenig seine Eigenschaft, als menschliches Den-ken seine Function ist; ihn Seele der Weltzu nennen ist eben so uneigentlich, als wenn ich ihnOrt oder Träger der Welt, den großen Elephan-ten, die Basis der Welt nennte. Die reinste Ideeverschmäht Bildworte: Geist, d. i. Kraft ist er;als geistige Wahrheit will er anerkannt seynoder seine Idee ist verdunkelt.
Nach diesem Begriff darf ich die Widerlegung„aller onto- und kosmvlogischen Beweise des Da-seyns Gottes" nicht durchgehn *). Vom nothwcn-diqen Daseyn als dem Grunde „aller Möglich-keit" verstehen wir nichts, außer sofern diese Mög-lichkeit das Wesen unsrer Vernunft ausmacht undsich in Wirklichkeit offenbaret. Auch die sogenannte„Widerlegung der physiko-theologischen Beweise fürsDaseyn Gottes" kann schwerlich für etwas anders,als für eine Kritik des Mißbrauchs derselbengelten; obwohl, wenn Wahl statt fände, ich liebereine zu ihrer letzten Absicht auch mangelhafte Ex-position großer und schöner Naturgesetze geschriebenhaben möchte, als die scharfsinnigste Kritik ihrerFehler **).
*) S. 6ri. Unmöglichkeit eines ontologischen,kosmologischen, physikotheologischen Beweises vomDaseyn Wortes u. f.
**) Nachdem dies längst geschrieben war, kommt mirdie kleine vortreffliche Schrift des TU Reima-