gemeinen Menschenverstandes. Sie ist mir e r-sckienen." —
Wenn sie dir erschienen ist, (sagt die Ver-nunft,) so glaube deiner Erfahrung; prüfe sie abervorher, denn lausend Jrrtbümer sind in ibc möglich.Willst du ohne Untersuchung dem Glauben der altenWelt glauben: so nenne dies nicht Product des
Menschenverstandes,' sondern der Pbantasie, derenVeranlassung dein Verstand eben untersuchen sott,ehe du glaubest. Weder als einzelne Erfahrung,
noch als Phantasie gehört dein Glaube vor meinenRichcstuhl; kein gemeines Gesetz, auch keine Ana-logie solcher Erscheinungen findet sich im schuf mei-ner Akten."
Zweite Parthei. „Meine Seele ist Kraft;Kraft, die bewegt, empfindet, versteht, denkt, will,wirket: tbatige Selbstkraft, sic daurek " —
So lange sie wirkt, gewiß" (antwortet die Ver-nunft:) wer sagt dir aber, daß sie immer wirke?Nur in Wirkungen erkennet der Verstand die Kraft;ihren Anfang so wenig, als ihr Ende versteheter; Beides ist ihm nur Anfang und Ende seinerBemerkung. Da nun mein Maas über jedeDauer lediglich eine Bestimmung im Unbestimmtenist: so begnüge ich mich zu sagen, weder bei dem,was dem Beobachter Entstehen, noch was ihmVergehen dünkt, kann ein Widerspruch i — oseyn. Auch jenseik seiner Bemerkung geht Dauerins Unbestimmbare weiter. Wie sie aber in Absichtdieser Kraft fortgehe ? welche Kräfte sich ihr ge-sellen, sie zu erhalten, zu heben, zu vermehren?dies kann ich dir nicht sagen: denn mein Blick