und Sprache.
285
zu schließen. Auf solche Weise wird ein der-gleichen Fehlschluß in der Natur der Meli-sch envernun ft seinen Grund haben, undeine unvermeidliche, obgleich nicht unauflöß-lichc Illusion bei sich führen."*) 'Wirbesitzen also eine^Vernunft, die ihrer Natur nachunvermeidlicch paralogisiret. Sie macht Fehl-schlüsse, von denen der Grund ihrer Falsch-heit auch der Form nach in ihrer Natur liegt,und diese Art zu schließen ist auch dcm Weisestenunableglich. Lasset unö an dem von der „Kritik"selbst beigebrachten Exempel, dessen dialektische Expo-sition **) in ihr gelesen werden mag, ein kleines,,Geding" der wahren, nicht dialektischenVernunft errichten: denn von der Natur unsrerVernunft, nicht von ihrem Mißbrauch in Sophisti-cationen der Schule ist hier die Rede.
Vernunft schließet, sie richtet; ein Rich-ter aber kann in einer Sache nicht erkennen, wenndiese ihm nicht klar vorliegt. Deßhalb laßt er siesich in bestimmten terminis vortragen und artikel-weise bescheinigen oder beweisen. Ist das erste nichtgeschehen, weiset er sie angebrachter maaßenab; beim zweiten urtheilt erblos, ob bescheinigt odernicht bescheinigt, bewiesen oder nicht bewiesen sev,und be scheidet. Ec beschcidet nach dem Gesetz,d. i. nach einer Regel, die dies Besondre unterdem Allgemeinen, dies Ding mit seinen Bedin-gungen unter dcm Unbedingten so klar begreifet, als
*) S. Zgg. f.
**) S. Z99. u. f.