278 . II. Vernunft
ächte Vernunftlchrer Logik und spitzfündige Dia-lektik von einander gesondert.
r 3 . Die kritische Philosophie also, wenn sievon keinem achten Vcrnunftgebrauch, aber von Dia-lektik der Vernunft, d. i. von Paralogismen, An-tinomieen und einem vernünftelten Ideal, destomcbr weiß, hat das Wesen der Vernunft,wie vorher der Sinne und des Verstandes, ver-kannt, indem sie ihr eine falsche Tendenz als Na-tur zurechnek. Auf bedingungslose Einheit gehet sienie hinaus: denn bedingen heißt bestimmen;das Unbedingte will eben sie bedingen, d. i.zum Schluß binden. Dies Unbedingte, d. ist un-bestimmt Allgemeine, erdichtete sie sich nicht, es istihr in der Natur als etwas, dessen sic sich nichterwehren kann, gegeben; sie thut das Ihrige,indem sie es sich zur Welt macht, d. i. particula-risirend totalistret. Auch kann sie nicht dafür, daßihr in der Sprache grob geformte Allgemeinheitengegeben sind: denn ein menschlicher Verstand in
der Kindheit, von Leidenschaften und Phantasie be--flügelt, nur Er batte diese geformec. Ihr Amt istszu cntnebeln, (äskrouiilsr) das Falsche hinweg zutbun, und standhafte Begriffe zu bilden. Alle jeneAusdrücke vom „Haschen nach dem Unbedingten,vom Setzen des Bedingten durchs Unbedingte <rxpiori" sind ein klares v/ — 1: denn durchs Un-bestimmte und Unbestimmbare kann nichts bestimmtwerden. Und aus dem Bestimmten ins Unbestimmtehinaus zu schreiten, bis man zuletzt etwas Absolut-Unbestimmtes, d. i. den höchsten Widerspruch, habe,ist kein Werk der Vernunft, sondern der reinen Un-