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II. Vernunft
heit! denn die höchste Einheit ist allbedingt: inihr ist alles gegeben; sondern weil ein unbedingtes,d. i. unbestimmtes Allgemeine auf sie drang, inwelchem sie Bedingung, d. i. Bestimmung,suchte, und Kraft ihrer Natur suchen mußte. —
ro. Doch warum weilen wir bei dreien vonder Dialektik mißbrauchten Begriffen, als ob sic dieeinzigen Ideen der Vernunft wären? Die Tafel derKategorien liegt vor eins; auf ihr sind die allge-meinen Begriffe, denen die Vernunft nichtentsagen konnte, über welche sie aber auch wederhinaus kann, noch hinaus will, verzeichnet. Seyn,Daseyn, Fortdauer, Kraft drangen allenthal-ben auf sie; der Verstand bemerkte; sie waget, missetund entscheidet. Eigenschaften der Dinge tre-ten allenthalben hervor; der Verstand bemerkt; siespricht: „Dasselbe, ein Anders! Dies v e r-geht, jenes bleibet; es ist des Dinges eigentlicheArt u. f." Kräfte dringen auf sie, bestehend,gegen - mitwirkend , erwirkende Kräfte ; der Verstandbemerkt; sie . wagt und entscheidet. Ein M a a s,eine Waage ist ihr gegeben; sie tritt in sich zurückund spricht: „ich bin selbst Maas." Aus sich nimmtsie ein solches, um >es an Alles, wo sie es kann,im uncrmeßbaren Weltall zu legen. Dies ist ihrAmt; nicht zu vernünfteln.
ii. Der Grund ihrer Verirrungen ist alsoauch durch sich klar. Eben weil sie im Allge-meinen lebet und wie die Pflanze aus allen Ele-menten an sich zu ziehen hat, waS für sie gehöret,muß sic auch mit der Pflan-e die ttngemächliehkeitcndes Allgemeinen theilen, Vom Weltall bringt so