und Sprache.
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daß sie allenthalben in der Natur, wo sie Ueber-macht und ein Unendliches mit Furcht und Schrecken,oder mit Dankbarkeit und Liede inne wurden, einGöttliches nannten. So ward die Natur mitGottheiten erfüllt; sie selbst ward Göttin. Die Ver-nunft trat hinzu, theilend, sondernd, ordnend dieseHeere. Sie warf hinweg aus ihnen, was ungöttlichwar, und so flohen zuletzt alle jene Gebilde derPhantasie vor dem höchsten Begriff der Vernunft,dem Einen. Nicht damit nur Einer da sey,hatte ihn die Vernunft gesucht: denn wenn sich dieGottheit theilen ließe, warum sollten nicht MehrereGötter seyn, wie mehrere vernünftige Seelen? Nurweil der Begriff selbst Einheit fordert, entschied siefür ihn aus eben dem Grunde, aus welchem siedie Welt, die Seele Eins nannte. Nicht umihrem System als einer Pyramide Spitze zu geben,ordnete sie die Begriffe also; sondern weil das aufsie dringende Universum, eine ungeheure Kugel, zuseiner Bestandheit diesen Mittelpunkt soderte undmit sich führte. Wenn sich nachher die falscheSprachmcisterin, die Klügelei, wie an Alles, so auchan den Begriff von Gott machte, und ihm man-cherlei Unbilde anbog: so war und ists Amc der
Vernunft, ihn rein zu erhalten und mir strengerHand das ihm Nicht - Zukommende hinweg zu thun:denn als Spielwerk hat sie ihn nicht ersonnen,will ihn auch nicht als dialektisches Spielwerk ge-brauchen.
9. So entstanden diese drei Begriffe, nichtaus einem klügelnden Streben zur unbedingten Ein-
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