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II. Vernunft
einer Erfahrung des Universum kann sic sich so wenigschaffen, daß sie vielmehr an ihm sich erst als Ver-nunft , der Verstand als Verstand erkennen lernet.In allen unfern Erkenntnissen geht also ein Allge-meines dem Befondcrn voraus; beide sind mit einan-der so verknüpft, daß Dies in Jenem nur erkennbarwird, immer nur als das Glied einer Kette zumGanzen. In einem vor uns stehenden ungeheurenSpiegel nehmen wir mit andern auch uns wahr,und sind dem Universum gleichsam- verhaftet.
3 . Uebersehen wird von uns. dies Allgemeinenicht; aus den dunkeln Empfindungen seiner müssenwir uns Helle und deutliche Begriffe mit Mühe son-dern. Den Himmel voll Sterne tdeilen wir also inSternbilder, in Milchstraßen, in Sternlagen. Sozergliedern wir das Licht und die Luft, so Wasser,Gewächse, Körper. Aus einer dunkeln Wolkevon Allgemeinem uns das hellere Bildeines Be sondern zu schaffen, ist das Be-streben unsrer Sinne, unsrer Vernunft, unsresVerstandes.
4. In der menschlichen Sprache trat also auchdas A l lg e m e i »e d e m Bes 0 ndern v 0 r, ob-gleich jenes nur an diesem erkannt wurde. Nichtnur der Kürze und Erinnerung halben; der Sacheund dem Begriff des Verstandes selbst nach sahman das Eine im Vielen und bauete damit aufeine große Grundlage; man rechnete, indemman benannte, das Bewndre dem Allgemeinen, denTben! lnm Ganzen zu; nur so bildete sich die mensch-liche Sprache. Wozu chat man dieses? Nicht etwanur um wiederum im Einzelnen daS Mehrere, in
andern