I. Berstend
248
sten Denker, unzweifelhaft einen der größten Meß-künsiler Europa's mit dem Trivialsten zu belehren?Er, der Erfinder einer höhere» Analyse und einesSystems der Dynamik sollte nicht gewußt haben,,,daß zwei gleiche Kräfte im Widerstreit einander auf-bcben? *) Er hatte seine bekannte Hypothese sub-stantieller Einheiten erfunden, „weil er denNcflexionsbeqriff des Innen und Außen nochnicht ins rechte Fach der T ra n s c e n d e n ta l-Lopik zu legen gewußt," und unsre Seele wahr-scheinlich als die Innenfeike der Windm ü h l e,mit Spiegeln des Universums austapezicrte? „Leib-nitz imellectuirte die Erscheinungen, wie Locke dieWerstandesbcgriffe nach seinem System der Noogo-n ie insgcsammt se nsi fi c i rte." **). Weder Jenes,noch Dieses, da Locke der erkennenden Natur inuns ausdrücklich ein Reflexionsvermögen zucrkannte,und Leibnitz die Erscheinungen nicht anders alsin einer I n t e ll c c t ua l w e l t, wo keine als Vcr-ffandesbegriffe auftreten konnten, intellectuirtc. DerSinnlichkeit ließ er ihre Phänomene; die körperlicheWelt stellte er der geistigen sogar entgegen. Jstsnicht befremdend, daß gerade die feinste Sorgsamkeitdes mathematischen Mannes, Begriffe nicht zu ver-wirren, ein rohes Umherwersen der Begriffe seynsoll? Eben weil er nicht amphiboliflrcn wollte, er-fand er seine sondernden, ordnenden Hypothesen."***)
H S. -lüg. ") S. 327.
***) Wenn übrigens Lockc's Werk eine Noogo-»i e genannt wird: so muß die kritische Philo-sophie Noopöie, d. i. die Verstandes-