Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
243
Einzelbild herunterladen
 

und Erfahrung.

243

5. Anders nicht, als nach innermcigen-thüm liehen Gesetz kennen die Regionen desVerstandes, der Sinn« und der Einbildungskraft noneinander gesondert werden; dies Gesetz ist in jederRegion klar.

1. Der Sinn unterscheidet sinnlich. Mitallen Transcendentalworren werde ich dem Blindge-bohrnen dasDies und Jenes" der Farben, demGehörlosen das ,,Vor und Nach" der Melodie zugeben nicht vermögen.

2. Die Einbildungskraft unterscheidetnach den Medien ihrer beiden Hauptsinne, des Ge-sichls und Gehörs. Wie die Vorstellungenjenes als ein ContinuuM, dieses als eine R c i h egrenzen, so verbindet und trennet die Phantasie solchenach ihrem Gesetz. Bei Vorstellungen im Raum heißtdies Gesetz Eontiguität, bei Ereignissen in derZeitsolge hat mans Association genannt, weilin dieser, des Unerwarteten und der größern Lebhaf-tigkeit wegen, die Verbindungen der Vorstellungenmehr aufsiel. Beide Gesetze sind indeß ursprünglichEins. Sie geben eine Menge Relationen und Rcci-procitaten.

3. Der Verstand bindet und trennt nachdemGesetz des G r un d e s u n d d e r F 0 lge, der Ur-sache und Wirkung- und schafft sich dadurchsowohl bei sinnlichen Eindrücken, insonderheit desGefühls, als bei gegebnen Bildern der Einbildungs-kraft, anerkennend sein Merkmal energisch, Grunddes ZusammcnsenNs und der Folge, Zusammen-hang der Dinge. Hiernach benennet Ec Materieund Form, Dasselbe und Ein Andres,Streit und Harmonie, Innen und Auße n»

Q 2