I. Verstand
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Sinne gewahren uns ein reiches Material; sobalddas Material Begriff werden sollte, mußte derVerstand es begreifen. Den Typus, den zwischenbeiden die Einbildungskraft schuf, den das Gedächtnisaufbcwahrte, den die Erinnerung weckt und mancherleiZufälligkeiten modisiciren, Er war weder Empfindungnoch Begriff allein, sondern ein Abdruck beider.
3 . Sogleich erhellet, daß zwischen diesen dreiVermögen mit Worten keine Grenze zu ziehensey, als ob gewisse Worte, z. B. Ä! aterie, Form;Dasselbe, Ein Andres; von Innen, vonAußen Einem derselben ausschlicßend zukamen,und wie in ein Fachwerk dahinein topisirt werden kön-nen. Der Sinn z. B. hat seine Materie undForm, sein Innen und Außen wie der Ver-stand; die Einbildungskraft zwischen beiden mahltdiese Unterschiede sowohl in der Region des Verstan-des als der Empfindung aus, und hindert keine amBesitz ihres Eigenthumes.
4. Sichere Gewährleistung hierüber giebt unsdas Lrganon aller Verstandes-, Einbildungs- undSinnenbegriffe, die Sprache. Die feinsten Begriffedes Verstandes kann sie nicht anders', als durch^Derselbe, ein Andrer;" i n und außer,vor und nach bezeichnen, wie sie die abstraktestenUnterschiede der Naturwirkungen auf kein anderesGesetz als Harmonie oder Streit, Gegen-und Mitwirkung zurückzuführcn vermag. Durch-aus bezeichnen in ihr sinnliche W 0 rte die fein-sten Begriffe des Verstandes; so daß nicht welchesWort, sondern in welchem Sinn das Wortdort und hier gebraucht werde, den Ort des Begriffsentscheidet.