,,Unmöglich, wird man sagen, kann das Su-chen des „Dinges an sich außer und innrer den Ge-genständen" aus diesem Teretisma entstandenseyn; es muß einen Grund in der Natur haben."In der Natur unsrer Phantasie gewiß; nicht aberin der Natur unsres Verstandes. Lose z. B. diesZwiebelgewächs Schale nach Schale auf; du erwar-test das „Ding an sich," die wahre Zwiebel, undverlangst vielleicht gar neue Sinne, sie zu betaste»,zu beäugen. Würden sic dir; du fvdcrtest neueSinne, um im neugcfundncn Kern den Kern, denKeim, die Substanz oder wie du es sonst nennenwillst, zu finden; und was fändest du an ihr? Kraft,die das Ganze constituirt, die in allen Theilen undGliedern lebt, läßt sich wed-cr betasten, noch beäu-gen. In ihr können tausend Kräfte zusammenflie-ßen, die sich in tausend Eigenschaften äußern; dieorganisirende Kraft kannst du weder spalten nochtheilen. Wohl aber kannst und sollst du sie in ihrenWirkungen kennen lernen, das Ganze in seinenTheilen als einen Verstandesbcgriff (vosz/.5vsv) zu-sammenfassen; den Begriff selbst außer dem Phä-nomenen als ein Phanomenon zu suchen, ist keinusr^«, kein Werk des Verstandes.
Sehe man die Dinge der Welt als Worte ei-nes Buches an, in welchem wir den Sinn desunbekannten Urhebers lesen. Kein Knabe wird EinenBuchstaben nach dem andern hinwegthun, und so-dann fragen: wie das den Buchstaben entnommeneWort heiße? Kein Knabe wird .aber auch, sobaldec den Sinn des Worts erfaßt hat, diesen Sinnaußer und hinter dem Wort, sondern in ihm suchen,