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seyn, als er es sich selbst erprobte. Daher jeneedle Unruhe des Jünglings, wenn was dunkel inihm schlaft, was er unbewußt und doch bewußt insich heget, ans Licht will und Gebrauchlos sich eintodtes Eigcnthum dunkel. Durch fremde Beispieleoder durch äußere Umstande geweckt, richtet sein In-neres sich aus, meldet sich an, und verlangt An-wendung. Geschäft und Gefahr wecken den Mann,daß er sich anerkenne, der Gefahr bestehe, und zu-letzt das freudige Gefühl habe: „das bin ich, weilichs erprobte." Man darf also sagen, daß daswirkliche Bewußtscyn vom Dafeyn eines Menschenin seiner erwiesenen, oder zum Erweissich rüstenden Kraft l e b e; worin auch allegroß- und wohldenkende Völker die wahre Existenz,das Wesenhafte eines Menschen setzten. Er ist, sofern er vermag.
Ob wir von unserm Daseyn ein sinnliches Bild,(Phantasma) in uns tragen? thut nichts zur Sache;zu hell vorschimmernd würde ein solches Blendwerkdem Fortstrebendcn sogar hinderlich und schädlich.Der Mensch ist gleichsam nie ganz; seine ExistenzIst Werden. Glaubt er schon geworden zu sepn,so wird er selten mehr; er gehet rückwärts undschwindet. Wie Augen, die ihre eigne Figur vorsich sehen, krank sind, und Menschen, denen ihrsichtbares Idol vorsteht, zu Wahnsinnigen gehören:so ists mit denen, die ihre Geistes- oder Körperge-stalt sich zum begleitenden Wahnbildc geschaffen haben.Es müssen nach einer bekannten optischen Erscheinungdichte, dunkle Wolken um uns seyn, wenn unsreZwittergestalt sichtbar neben uns reitet.