Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
152
Einzelbild herunterladen
 

^MWWMK .

iÜ2 I. Verstand

konnte; mit eben dem und einem innrgern Rechtekonnte sie das Ergreifen und Erfassen mit ihrer ei-gensten Kraft, dem Verstände, also nennen: dennhier ward die Sache mehr die Ihrige als durchjenes Ertasten. Trägheit oder Hvhlsinn ists, in Be-zeichnung solcher Art am Bilde zu haften oder Bil-der zu fliehen, als ob sie den Gedanken wider-stünden. Daß sie den Gedanken andcuten, istihr Zweck; und daß ein Bildausdruck dies oft vielreiner und vollständiger als Sinnlos-lange Wortfor-meln thue, daran ist kein Zweifel. Selbst die Ma-thematik ist voll Bildausdrücke; den Verrichtungender Analysis liegen sogar Dichtungen zum Grunde,bei denen der Lehrer zeigt, was sie bedeuten,d. i. was man in ihnen suchen und nicht suchensoll.

Zn der Sache selbst liegt es, daß, jeabgezogner ein Begriff ist, sich das Bildhaftefeines Ausdrucks mindere, bis cs zuletzt ganz zuverschwinden scheinet. Die höhere Ordnung des Be-griffes nämlich gebot, daß nach und nach Merkmahleder niedern Ordnungen von ihm gesondert würden,dagegen aus Vielen E i n Hauptmcrkmahl desto Hel-ler ans Licht trat; mithin ward der Ausdruck vomMannigfaltig - Sinnlichen entkleidet. Da indeßder helleste Begriff immer noch ein Eins im Meh-reren darstellen muß, mithin eine Anschau-ung höherer Arc grebt, so kann ihm das Bildhaftenie ganz entnommen werden. Die Algebra selbstmit ihren Zahlen und Zeichen, durch Ordnung,Stellung, Verwandlung und Minderung derselbenhat dieses Bildhafte (es betreffe Größe oder Operation,)