und Erfahrung.
§ 4 !)
Nebeneinander dem inner» Sinn metaschcma-lisiret, zwingt das Ohr uns, Dinge, die nach ein-ander sind, in ganz andern, eben so künstlichenTypen aufzunehmen. Zu gleicher Zeit werden wiralso, fortwährend in zwei Richtungen gezogen, undunwiderstehlich gewöhnt, nicht nur beide zu ver-binden, d. i. beiderlei Typen durch einander zuerklären, Erscheinungen des Auges durch Töne desOhrs und gegenseitig; sondern unser Verstand kannauch nicht anders als in beiderlei Kunstsormen seineBegriffe unverrückt und zu gleicher Zeit gestalten.Durchs Nacheinander wird von ihm dasNebeneinander, dies durch Jenes zu einerhelleren Ordnung bestimmt; entfernte Gegenständedrücken sich durch Töne successiv in uns; dunkle,mit Augenblicken verschwundne Laute bleiben voruns durch Gestalten. So typisirt der Verstand, undso ward (durch welche Förderung es auch geschehenseyn möge) aus Verbindung zweier dem Schein nacheinander entgegengesetzter, einander aber unentbehr-licher Sinne, unter der Leitung des Verstandes —Sprache.
7. Und zwar eine Sprache durch Artikula-tion. Artikulationen der Sprache wur-den dem Menschen, der sich vermittelst Auge undOhrs im Besitz so vieler innern lebendigenTypen fand, gleichsam nothgedrungen ein Abbildderselben. Er mußte, er wollte äußern, was erin sich sah und fühlte; so ward, unterstützt vonStimme und Gebehrden, den innern Abdrücken sei-ner Seele ein lautbares Merkmahl, dasWort. Zwischen beiden Sinnen, dem Ohr und