I. Verstand und Erfahrung. 141
sie hienicdcn nichts Gleichartiges finden, ohne einkranscendentales Schema. Da aber auch diesSchema chn' alles Empirische sepn soll, mithin jene^zum Empirischen nicht hinabbringen kann, so lehntdie Zwischenleiter, auf der sie hinunter müssen, obenund unten an Nichts.
„Das Schema ist an sich selbst jederzeit nurein Produkt der Einbildungskraft."*)So ist es nicht rein: denn unsre Einbildungskraftist nur eine Schülerin der Erfahrung. „Aber in-dem die Synthesis der Einbildungskraft keine ein-zelne Anschauung, sondern die Einheit inder Bestimmung der Sinnlichkeitallein zur Absicht hat, so ist das Schema dochvom Bilde zu unterscheiden. Diese Vor-stellung von einem allgemeinen Verfahren derEinbildungskraft, einem Begriff sein Bild zuverschaffen, nenne ich das Schema zu diesemBegriffe." Also ist das Schema ein Bild und keinBild? Und eine Einbildungskraft, die ohn alle ein-zelne Anschauungen der ganzen Sinnlichkeitein Schema zu geben weiß, welch ein Panurgus!
„In der That liegen unsern reinen sinnlichenBegriffen nicht Bilder der Gegenstände, sondernSchemate **) zu Grunde. Dem Begriff von
*) S. .79.
**) Man sagt nicht Axiomate, Theoremate, DogmatePhilosophemate, sondern Axiome, Theoreme,Dogmen, Philosophemc; also müßte man auchSchemen sagen. Was Schemen im Deui-
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