Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

rr2

I. .Verstand

liegen mußte, nicht gegeben; eben so ist die Einheit,die der Verstand sich schafft, nicht eine durch H in-zufügen zu einer begleitenden Vorstellungerworbene, sondern eine in ihm selbst gegebene, durchAnerkennung eines Einen im Mehreren jedesmalneuervrobte Einheit. Im Verstände liegt die zusam-mensaffende, begreifende Kraft, nicht in den,hjnzuko m m enden Begriff,Ich denke," EinGedanke, der das Selbstbcwußlseyn bereits vvrnus-setzt, kann zur Anerkennung eines Gegenstandes sowenig etwas hinzutkun, als überhaupt die transccn-dentale Einheit des Selbstbewußtseyns irgend einErkenntniß andrer Gegenstände u priori begrün-det. Ewig kann ich zu mir sprechen: Ich denke,

und werde, wenn nichts Erkennbares mir gegebenist, nichts erkennen; auch folgt aus jenemIchdenke" die Wahrheit des Anzuerkennenden nie. Heißtes:Verbindung liegt nicht i» den Gegenständen,

und kann von ihnen durch Wahrnehmung nicht etwaentlehnt werden," so ist dies sofern wahr, alsmeine Vorstellung nicht den Gegenständen, sonder»mir, der sie hat, zukommt; (woran niemand zwei-felt.) Wenn meine Vorstellung aber nichts andersals diese Wahrnehmung selbst ist, die zwar nichtaus den Gegenstände» (die sie nicht halten und ha-ben konnten) in den Verstand hinübergekragen, aberauch ohne jene Gegenstände vom Verstände nichtbewirkt oder erschaffen werden konnte; wozu eineDisjunktion zweier untrennbaren Stücke, von derdie Natur nichts weiß i ja die allen Begriff der WorteVerstand und Gegenstand aufhebt.

3.Der Grundsatz der synthetischen

Ein-