lang ist ursprünglich einig und für alle Verbindunggleichgeltcnd."
Daß, ehe wir dachten, wir nicht dachten, daß,ehe wir verbanden, in unserm Verstände nichts Ver-bundenes war, bedarf keiner Deduction; daß aberauch chne Gegenstände dem Verstände nichts Ver-ständliches gegeben sey, mithin in ihm keine Verbin-dung statt finden konnte, ist eben so gewiß. Dage-gen mußte auch ohne unsre Synthesis in den Ge-genständen ein Verbindbares, obgleich von uns nichtwahrgenommen, vorhanden seyn, sollte es andersvon uns je bemerkt und gedacht werden. Indemdie Sinne empfindend sich zueigneken, lauterten sieund verbanden. So auch der innere Sinn, so dieErinnerung, und mittelst ihrer aller der Verstand,der bis zur ersten Sensation hinunter urtheilcndwirkte. Es ist der Sprache nicht angemessen, daßjede Vorstellungskraft, die von der Sinnlichkeit ver-schieden ist, Verstand heißen muß, und nicht Syn-thesis allein macht den Actus des anerkennendenVerstandes. Ihr voran geht Analysis der Mcrk-mahle, ohne welche keine Anerkennung statt findet.Auch ist jene Synthesis (uorijuriatio) keine A ri-tt nd Nebcneinandersetzung durch Sponta-neität, als ob ich weglassen konnte, was mir belie-bet, und mir auch andre Zusammensetzungen zu dich-ten erlaubt wäre; noch weniger ist cS wahr, daßich etwas vorher verbinden müsse, ehe ich imObject verbunden anerkenne. Auch ist unter allenVorstellungen Verbindung nicht die einzige,die nicht vom Object gegeben, sondern nur vom Sub-ject selbst verrichtet werden kann: denn keinen Actus