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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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106
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I. Verstand

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seiner eigentlichen Kraft, wie das empfindende Organdurch die seinige wirkte. Da (Einmal für alle ge-sagt) der Gegenstand nicht die Empfindung, die Em-pfindung nicht der Gedanke ist, so blieb jede Na^ur-kraft, obgleich keine unabhängig wirkte, in-ihrerFunction ungestöret. Denn eben dicß ist ja dasgroße Band der Natur, daß ihre Kräfte nichtabgetcennt oder widersinnig, sondern nach einer großenRegel, einander gleichförmig, d. i. analogisch wirken.Dadurch wecken, fördern, beschranken sie einander,daß keine losqebunden in einer erdichteten Sponta-neität nmherschweifen kann und soll. Gewiß dürfenwir uns nicht schämen, den Gesetzen unsrer und dergesammten auf uns wirkenden Natur harmonischzu denken; und eben so wenig fürchten, daß wohletwas in der Natur Vorkommen möchte, was nichtfür unfern Verstand, und wofür unser Verstand nichtfabricirt seyn möchte. Was für dich nicht ver-ständlich ist, laß unverstanden; glaube aber nicht,daß du durch dein Dünken und Denken das Ver-ständliche in den Dingen schaffest oder in sie hinein-tragest. Da uchten und Dünken mag jedemnach Lust und Willkühr; Erkennen, Begrei-fen aber muß er, wie die Natur und der Sinnihm ein zu Erkennendes, zu Begreifendes verhalt.S p o n t a neit ä t ist hier ein gemißbrauchter Name *).

*) Ueberhanpl wird Spontaneität auch inder Sprache der Philosophen Willeashandlungenzugeschrieben, nicht Erkennrnißkrästen, geschweigeder Kraft, die jeder höheren zur Grundlage die-nen soll. Ist sie auf Spontaneität gebauer, sohört alle Sicherheit des Erkenntnisses auf.