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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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1. Verstand

pfindenden Wesen seinen Ton, seinen Charakter,seine Welt außer und in ihm zu geben, sondernauch die Empfindung davon im Sinn des Lesersoder Hörers oft mit einem Nichts, mit den klein-sten Merkmahlen, Worten und Zeichendergestalt zu erwecken und festzuhalten, das jetzt nichtunser, sondern der Geist des Dichters, des Künst-lers uns gebietet. An einem kleinen Mcrkmahlwacht eine Welt der Gefühle in uns auf; was mitihm gesagt wird, ist uns innig gefaget, da ohnedergleichen mächtige Einheiten, denen dieganze Seele zu Gebot steht, der große Markt an-drer Signifikationen uns ein todtec Wortkram bleibet.

8. Wozu dies alles? Bemerkbar zu machen,daß unsre Natur, so viel Kräfte wir ibr auch mitRecht zuschrciben, nur Eine Hauptkraft des In Irr-werdens, und zwar unter dem großen Gesetz:Eins in Viele m" kenne, welches das Wort I n-newerden selbst ausdrückt. Und zwar geschiehtdies durch ein sich uns aufdringendes, uns analo-ges, mitgethciltes Merkmahl; wir empfinden. Je-des Empfinden ist Empfangen, d. i. Aneigneneines Einen aus Vielem, das unsrer Na-tur zugehörct. Dahin ist unsre Kraft gestimmt,dazu sind unsre Organe bereitet; auf eine wülkühr-liche Synthese kommt es hiebei nicht an. Wederden Geruch noch die Farbe der Rose setze ich mirzusammen; in ihrem Bilde aber, wie in ihrem Ge-ruch, eigne ich mir die charakteristische Einheit an,die sie von Allem, was nicht Rose ist, für mich un-terscheidet. Dies Schaffen der Einheit durch Son-derung, durch Läuterung von jedem Fremden zeigt