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I. Verstand
Geschlechts, denen das sichtliche Bild des Raumsfehlt, nahmen daher andre Sinne zu Hülfe; durchsGehör und Gefühl hatten sie sich ein hör- und fühl-bares Phantasma vom Raume erworben, das uns^grausenhast vorkommt, weil wir das Bild der Dun-kelheit in dasselbe bringen, von welchem aber derBlindgcbohrne, der das Licht nicht kennet, nichtsweiß. Sander son, der nicht nur die Geometrie,sondern die Optik selbst als eine Verstandeswissen-schaft lehrte, hatte mittelst des Gefühls und der an-dern Sinne, auch ohne ein Gesicht, einen Begriffdes Raumes.
2. Gehör, Zeit.
Bestimmungen der Zeit gehören eigentlich demOhr, da dies Organ die Folge der Dinge,gleichsam horchender aufnimmt. Dem Gehör ist derTon, was dem Auge der Lichtstrahl ist; dieser, diefeinste Bestimmung einer Linie, jener des Mo-ments, eines Punkts 'fließender Momente. Dasganze Gebiet der Modulation, das Maas jederlangsameren und schnelleren, regelmäßigen und un-regelmäßigen Bewegung ist dem Ohr zugezählt; vorallem das edelste Nacheinander, die Sprache,als eine Folge menschlicher Gedanken. Schon vomPulSschlage: vom Othemholcn, vom Antagonismusunsrer wirkend-nachlassenden Körper-Kräfte hangt inunsrer Organisation so viel ab, daß man sagen darf,diese sey nach einem Mit- und Nacheinanderwesentlich constnüret. Organisch erisiircn in unsrerSeele also Reihen der Gedanken, dcr Gmpsin-