Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

und Erfahrung.

6 g

3. Dies Seyn (Jchts, Etwas) offenbart sichdurch Kraft; foust wäre es Nichts. Kraft seinerselbst (woher cs auch diese Kraft habe) ist es daund dauert. Dascyn (Da sey n) heißt an ei-nem Ort scyn, ihn bebaupten. Wesen heißt ver-harren an einem Ort, dauren. Wahr ist, waswahrt und sich bewahret. Wo Etwas ist, kannein andres nicht seyn; es widerstehet, indem es sichselbst bewahret. Daker jene Eigenschaften derUndurchdringlichkeit, des Beharrensauf sich selbst u. f. , die man jeder undurch-schauten Masse von Dingen, die man Materie nann-te , beilegen mußte. Für so todt man sie hielt, soerkannte man in ihr Kräfte. Selbst der Schat-temBegriff Raum ist ohne den reellen BegriffDa seyn nicht denkbar. Nur weil ein Orr istund Etwas in ihm ist, wird neben ihm Raum,wo ein andres seyn kann. Da seyn giebt den Be-griff des O r t s; dieser den Begriff mehrerer, vieler,unzähliger Orte, also des Raumes.

4 . Etwas, was da ist, d. i. seinen Ort mitKraft einnimmt, kann ihn auch andern. Durcheine größere Kraft von demselben vertrieben oderdurch eigene innere Kraft geregt, kann es ihn ver-lassen und einem andern raumen. Dies geschiehtdurch Bewegung, einer Wirkung der Kraftim Raume. Durch Bewegung wird also derRaum gemessen, ^ dem Scheine nach gleichsam ge-theilt, der Wahrheit nach aber nur neu bestimmt,d. i. es werden in ihm neue Orte, zu deren Be-stimmung Er nichts, das ihn bewohnende Da seynkräftiger Gegenstände aber alles thut. Siewirken oder bestehen im Räume.