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I. Verstand
also nichts als der dunkle Seeleng rund ver-schiedener Mystiker übrig, in welchem allein sichAnschauungen leerer Idole offenbaren. Da offen-baret sich nämlich das Nichts im Nichts, um dieeinzig-mögliche Bedingung aller Offenbarung dessinnlichen sowohl als verständlichen Weltalls zu wer-den. Wie können überhaupt einer Philosophie Phan-tome zum Grunde liegen, die selbst eines Grundesbedürft»? Formten sic auch die Sinne: wovon wer-den sie dann geformet?
II. Construction der Begriffe desRaums und der Zeit mir eins »derdurch ein Drittes.
^ i. Seyn ist der Grund aller Erkenntniß.Wo nichts ist, erkennet nichts und wird nichts er-kannt ; darüber kann nicht philosophirt werden. Nichtsist ein Unbegriff; selbst das Wort wäre nicht da,wenn man nicht mit ihm ein Etwas (Jchts) weg-raumte.
2. Scyn ist also auch der Grundbegriff derVernunft und ihres Abdrucks, der menschlichenSprache. Keine Wahrnehmung, kein Begriff in ihr,er betreffe Sache oder Beschaffenheit, Zeit und Ort,Tbun oder Leiden kann gedacht werden, ohne daßihm ein Seyn, das man zeigt oder voraussetzt,zum Grunde liege. Das Seyn knüpft jedes Ur-ihcil des Verstandes; keine Regel der Vernunft kannohne ein Seyn gedacht werden. Ers cheinungführt auf Täuschung; die Worte Da seyn, Ge-genstand, Wahr, Wissen, Wese n u. f.bezeichnen ein Daseyendes, Gewisses , Bestes.