I. Vcrstand
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Der ganzen Sprachfügung bemächtigte sich alsodie Zeit allmälich; sie, die alles regieret, ordneteauch die Folge der menschlichen Gedanken. Da allesThun und Leiden sich in der Zeit zutragt, und csnie gleichgültig ist, wenn etwas geschehe, oder ge-schehen sev, oder geschehen werde, so fügete sich dieZeit an alle That - und Leidensworte (verbm).Statt daß in ungebildeten Sprachen der Infinitiv,allenfalls mit Hinzufügung der Personen, allein ge-golten hatte, traten klarere mocli, vor allen derJndicativ auf, mit bestimmtem Unterschiede der Z e i-len. Dieser waren Anfangs wenige; die Unter-schiede der Vergangenheit und Zukunft wurden nurgrob bemerket, bis man nach und nach feinere undin der griechischen Sprache die feinsten Unterschiedein beide Zeitbestimmungen brachte *). Außerdemschießen sich den Verdis durch Partikeln, so wieOrt-, so auch Zeitbestimmungen an; Ad-verbien und Präpositionen mischten sich in die Rede;durch Conjunctionen endlich ward der ganze Stromderselben Zeitmäßig in Ufer gebracht und ge-leitet.
Was dieser genaueren Zeitenbezeichnung vorzüg-lich zu Statten kam, war die Analogie zwi-schen Raum und Zeit. Da bei jenem als
die sich aus Schriften sowohl als aus der gemei-nen Rede leider verlieren.
*) S. Harris Hermes oder philosophische Unter-suchungen über die allgemeine Grammatik (über-setzt Halle 1788, l B. 1. Kap. 7.