I. Verstand
so
7. Wenn also die Begriffe von Raum, Räu-men, Aufräumen, von Vor, Ueber, Unter,In, Ausser, Neben, miteinander den Be-griff der Ordnung mit sich führen, wohin konnteLeibnitz in seiner Verstandcswclt den Raum stellen,als unter den Begriff der Ordnung? Ein höhererGeist, der das Viele in Einem wahrnimmt, flehetdas, was wir Raum nennen, nicht anders als einGanzes zusammengeordneter Orte an; uns sinnlichenGeschöpfen selbst, die das Auge leitet, ward der Be-griff vom Raum ein Leiter zur Ordnung.
8. Da wir aber außer dem Verstände und denSinnen zugleich mit Phantasie begabt sind, so ent-wirft sich diese vom Universum empfangener Ein-drücke gleichsam ein stehendes Bild des Rau-mes. Dies behält sie, spielet damit, und dichtetdarin nach Gefallen, eben weil die ganze Tafel ihrWerk ist. Ein Fieber, ein Traum versetzt uns m
stehend, sondern auch zusammengesetzt mit Na-men und Worten (noininidns und verbis) dieganze Rede, also auch die Welt der Begriffe inihr, gleichsam mahlen. Auch die kleinen Ver-kürzungen, z. B. er-, ent-, gen-, ab-, zu-,die dem Verstände so viel sagen, waren ursprüng-lich Erörterungen, d. i. Bezeichnungen desOrrs im Raume. Bei allen kan» man, daß siean wirklichen Gegenständen entsprossen sind, zei-gen, wie in Ansehung der englischen SpracheHör ne Looke in seinen LTrs« Tri-L^oevi'«es gezeigt hat.