. und Erfahrung. gst,
s priori vor aller Erfahrung angetroffen wer-de, worinnen dann alles Mannigfaltige der Er-scheinungen an ge sc ha riet wird, und diese reineForm der Sinnlichkeit selbst reine Anschauungheiße*) so stehet dem Leser eine weiße Wand da,deren mannigfaltige Gestalten vhn allen Inhalt nurTranscendentalisten zu sehen erlaubt ist. Eine reineForm sinnlicher Anschauungen, worin alles Man-nigfaltige sinnlicher Erscheinungen angeschakiet wird;eine Form, die selbst Anschauung ist, Anschau-ung, die auch ohne einen wirklichen Gegenstand derSinne oder der Empfindung, als eine bloße Formder Sinnlichkeit er priori im Gemüth statt findet;diese leere Wertformen ohne Anschauungen und Ge-genstände mahlen fich selbst.
Das Beispiel **), daß, „wenn ich von derVorstellung eines Körpers das, was der Verstanddavon denkt, absondre, mir ans der empirischen An-schauung doch noch etwas, nämlich Ausdehnungund Gestalt übrig bleibe," erläutert bicbei nichts;da dieß Ucberbleibende bloß ein Bild der Pban-tasie aus vorigen wirklichen Erfahrungen ist,dcm Jeder nach seiner Weise dies oder jenes Wahr-gcnommene beifüget. Solche Züge der oft eigensin-nigen Phantasie gehören nicht „zur reinen Anschauungdie u priori, auch ohne einen wirklichen Gegenstandder Sinne oder Empfindung, als eine bloße Formder Sinnlichkeit im Gemüth statt findet."
*) S. ZA.
'*) S. Ztz.