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I. Verstund
gleichsam begruben. Wenn Er sie uls eine eigneWissenschaft uufstelltc, die er die erste Philoso-phie, Weisheit, nannte, so ward sie eben da-mit auch die letzte Philosophie: denn alle die Wis-senschaften mußten ihr v o r h e r g e g a n g e n seyn,deren Ursachen und Grundsätze sie erforschen sollte.Da diese nur in den gegebnen Dingen selbst lie-gen können, so ward sie von ihm nicht aller Erfah-rung v o ra n g e sch i ckt, sondern dcm Kreise voran-gegangener Erfahrung eigentlich zugefügct und ange-eignet. Wer sie als eine Lhörin betrachtet, die ausserund vor aller Erfahrung etwas sucht, wovon siedurchaus keinen Begriff hat und haben kann, derdichtet, wie die Scholastiker, sich selbst eine Meta-physik, die lieber Pro- oder Hyper Physik heißensollte; die menschliche Vernunft erkennet diese nichtan. Nirgend anders hin als in sich selbst kannsich die Vernunft verirren, durch Mißbrauch ihrerKräfte oder ihres Werkzeugs; sich außer sich in einenZustand, che menschliche Vernunft war, setzen, umzu sehen, wie menschliche Vernunft werde? ist nichtPhilosophie, sondern Platonische Dichtung.
Daß in der Metaphysik viel Schwankendes undUngewisses ist *), kommt nicht davon, daß manden Unterschied zwischen synthetischen und analytischenUrtheilen nicht wußte; ohne diesen schwankenden Un-terschied zu nennen, weiß jeder, ob er den gegebnenBegriff bloß zergliedere oder ob er etwas Neues sagt.Auch mußte eine Philosophie, die die ersten Gründeder Dinge erforschen wollte, doch wohl darauf kommen,
*) S. ig.