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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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I. Verstand

den. Sätze der Art, z. B.daß in allen Verän-derungen der körperlichen Welt die Quantität derMaterie unverändert dleibe *), ist entweder ein bloßidentischer Satz, der aus den Begriffen Körpcrwelt,Veränderung, Quantum, wie sie hier gesetzt sind,entspringet, oder er ist unbewiesen und darf als keinAxiom gelten. Der Satzdaß in aller Mitlbeilungder Bewegung Wirkung und Gegenwirkung jeder-zeit einander gleich seyn müssen" heißt, recht ausge-sprochen:der Wirkung ist die Gegenwirkung gleich,aber entgegengesetzt," mithin ists ein identischer Satz,der auf den Begriffen der Kraft, der Wirkung undGegenwirkung beruhet. Soll er etwas mehr sagen,so muß er aus der Erfahrung, synthetisch, oder aushöheren Begriffen, analytisch seinen Deweiß finden.Der Satzwas geschieht, mnß eine Ursache haben"ist identisch: denn im Geschehen setzen wir die

Ursache des Werdens mit und voraus. Ueber-haupt sind die Beispiele synthetischer Satze in derKritik durchaus übel gewahlet.

4. Giebts synthetische Urtheileu priori? und gehet der Zweck der Me-taphysik dahin, unsre Erkenntniß überdie Grenzen aller Erfahrung hinaus,durch synthetische Urtheile u priorizu erweitern?

Urtheile unsrer Seele vor aller und ohne alleErfahrung, da sie ganz ohne Jnbalt wären, sindleere, d. i. keine Urtheile: denn selbst wenn ich

sage, muß mir der Gegenstand als ein

dcnk-

) S. 17.