Vernunft-Einsicht hinauslaufen, was in der Thalblaß aus der Erfahrung erborgt und durch Gewohn-heit den Schein der Nothwendigkeit überkommen hat;auf welche, alle reine Philosophie zerstörende Be-hauptung er nie gefallen wäre, wenn er unsreAufgabe in ihrer Allgemeinheit vor Augen gehabthatte, da er denn eingefehen haben würde, daß nachstimm Argument es auch keine reine Mathematikgeben könnte, weil diese gewiß synthetische Satze npriori enthält, für welcher Behauptung ihn als-denn sein guter Verstand wohl würde bewahrthaben."
„In der. Auflösung obiger Aufgabe ist zugleichdie Möglichkeit des reinen Vcrnunfrgebrauchs inGründung und Ausführung aller Wissenschaften, dieeine theoretische Erkennrniß n priori von Gegenstän-den enthalten, mitbegriffen, d. i. die Beantwortungder Fragen:
„Wie ist reine Mathematik mög-lich?"
„Wie ist reine Naturwissenschaftmöglich?"
„Von diesen Wissenschaften, da sie wirklich ge-geben sind, laßt sich nun wohl geziemend fragen:wie sie möglich sind? denn daß sie möglich seynmüssen, wird durch ihre Wirklichkeit bewiesen. Wasaber Metaphisik betrifft, so muß ihr bisheriger schlech-ter Fortgang, und weil man von keiner einzigen,bisher vorgetragrnen, was ihren wesentlichen Zweckangeht, sagen kann, sie sey wirklich vorhanden,
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