Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

und Erfahrung.

i t

Verstände construire, mir nur als ein posteriusgegeben waren. Im gemeinen Gebrauch bezieht sichdas Wort a priori nur auf das was folgt;bloß in Beziehung hierauf heißts a priori: denn

aus dem Leeren schließet sich nichts. Woher dießprius sey? ob eine Erfahrung, d. i. ein in-neres Datum nach den Regeln meines Ver-standes, oder ein äußeres nach Maßgabe meinerSinne? wird damit nicht ausgemacht, Sich vonsich selbst unabhängig zu machen, d. i. aus allerursprünglichen, inncrn und äußern Erfahrung sichhinauszufetzen, von allem Empirischen frei übersich selbst sich hinaus zu denken, vermag nie-mand. Das wäre ein prius vor allem n priori;damit hörte, ehe sie anfing, die Menschenvernunftauf.

II.Wir sind im Besitz gewisser Er-kenntnisse L priori, und selbst dergeineine Verstand ist niemals ohnesolche." H

Solche Erkenntnisse sind nach diesem Buch zu-erstSätze, die mit ihrer Nothwendigkeit in stren-ger Allgemeinheit gedacht werden, und auch vonnothwendigen Sätzen abgeleitet sind; dergleichen sepnalle Sätze der Mathematik." Auch aus dem gemei-nen Berstandesgebrauche führet es den Satz an,daß alle Veränderung eine Ursache haben müsse.Hier enthalte der Begriff einer Ursache so offenbar

0 S. ch