8 I. Vcrsiand
Griechen Vernunft und Rede mit Einem Wortaus,
Es ist Zeit, vom Titel zum Buche selbst zukommen, die Einleitung zeigt den Zweck desselben.
I. „Vom Unterschiede der reinen undempirischen Erkenntnis."
„Wenn gleich alle unsre Erkenntniß mit derErfahrung anhebt, so entspringt sie darum doch nichteben alle aus der Erfahrung. Denn, es konntewohl s e y n, daß selbst unsre Erfahrungscrkcnnlnißein Zusammengesetztes aus dem sey, was wirdurch Eindrücke empfangen , und dem, was unsereigenes Erkenntnisvermögen (durch sinnliche Eindrückebloß veranlaßt) aus sich selbst hcrgiebt, welchen Zu-satz wir von jenem Grundstoffe nicht eher unterschei-den, als bis lange Uebung uns darauf aufmerksamund zur Absonderung desselben geschickt gemachthat." *) Bekannt ists, daß mit gleichen oder ähn-lichen Ausdrücken dies Leibnitz sagte. „Es fragtsich, heißt cs in seinem lesenswürdigen Weck überLocke **), ob die Seele an sich selbst eine unbe-schriebene Tafel, und ob das, was in sie gezeichnet
*) S.
**) ldlonvesn iklsüai sur I entcmcienient Iiunisin.p. 4 in den Oeuvr. pliilosopliignes cle l,eih-uitr, pudlivs pur