Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
Entstehung
Seite
348
Einzelbild herunterladen
 

3g3 Zusätze zu der ältesten Urkunde

Bewegung eine Act von Deklamation dazu, sowird diese roker Tanz scvn, und so sind die r-o/ror,die Gesetze, Urkunden, Gesangwcisen da, nach de-nen die Baume tanzen, und die Eichen sich be-leben.

Der Denkart der Nationen bin ich nachge-schlichen, und was ich ohne System und Grüble-rey herausaebracht, ist: daß jede sich Urkun-den bildete, nach der Religion ihresLandes, der Tradition ihrer Vater,und den Begriffen der Nation: daß dieseUrkunden in einer dichterischen Sprache,in dichterischen Einkleidungen, und po-etischem Rhythmus erschienen: also mytho-logischeNationalgesange vom Ursprungihrer ältesten Merkwürdigkeiten.

Und solche Gesänge hat jede Nation des Al-terthums gehabt, die sich ohne fremde Beihülfc aufdem Pfad ihrer eigenen Culkuc nur etwas über dieBarbarcy hinausgebildet. Wo nur Reste oderNachrichten sind, da auch die Ruinen solcher Ur-kunden , die Edda der Eeltcn, die Cosmogonien,Thcogonien und Heldenaesänge der ältesten Grie-chen , und die gemeinen Nachrichten von India-nern, Spaniern, Galliern, Deutschen, und allem,was Barbar hieß: Alles ist Eine gesummte Stim-me, ein einziger Laut von solchen poetischen Ur-kunden voriger Zeiten.

Wer Jselins Geschichte der Menschheit in ei-nem so merkwürdigen Zeitpunkt beleben wollte!der bringe alle diese Nationalsagen und mythvlogi-