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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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347
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des Menschengeschlechts. 3/, 7

wurden völlige Gedichte. Zu einer Zeit, da kaumnoch un eine Buchstuben - und Schreibckunst zudenken war, sollte die-Stimme der Ueberlieserungsie aufbehalten. Sie mußten also kurz, voll weni-ger starker, ausgewahlter Worte, voll bestimmter,und gleichsam unzertrennlicher, ewiger Wortfügun-gen, voll unzuverwjrreuder Absätze und Rnhesiellen,sie mußten gleichsam eine lebendige Gedächtnißkunstseyn. Dazu, da ihnen nichts angeflickt, noch weg-geraubt werden sollte, da sie im Munde des Volksund der Echo, die immer so gern verkürzt undverstümmelt, ewig und ganz bleiben sollten: soward eine Einkleidung in das Ganze eines Drama,dem keiner seiner Theile entwandt werden konnte,und wo man die Zusätze bald bemerkte, noch noth-wendiger. Eine Zusammcnordnung von Strophenund rr/nrg, eine Art von ähnlichem Rhythmus,oft Reime, Namenspicle, ähnliche Fälle, und hun-dert andre Sachen wurden eben so viel Merkstabeder Erinnerung und eine lebendige Poesie. Undwenn überhaupt im damaligen Zeitalter die Spra-che lebhaft, brausend, voll starker Abfälle und Er-hebungen, voll Gesang im Sprechen war: wasnatürlicher, als daß sie in die Modularion einesrohen Gesanges zerfiel, Poesie auch im Bau derWorte, der Versender Strophen ^ der Zusammcn-ordnung des Ganzen.

Nun komme Musik hinzu, diese Töne undBilder noch auf eine Art zu beleben, ins Ohr zuwiegen, und in der Seele zu verewigen, durchMelodie des Gesanges. Es komme nach der da-maligen Zeit der Aufwallung, und übertriebener