33^ Zusätze zu der ältesten Urkunde
men Gottes auf das Stirnblatt graben zu lassen.Die Gebote brachte er vom Berge Gottes in Steingegraben — das Alles mußte doch gelesen werdenkönnen. Ihm waren Bücher bekannt, wo Namenausgelöscht werden konnten. Er schrieb selbst seineBücher, wenigstens seine positiven Gesetze; seine„Orakel Gottes an Moses!" sie wurden vorgelesenund in die Bundeslade verwahrt. — Unter denPriestern also wenigstens war die Buchstabenschrifteine bekannte und übliche und also lange vorauserfundene Sache. Aus dem Buch Hiob sind aller-lei Arten der Aufzeichnung bekannt „in ein Buch,mit eisernen Griffeln in Bleitafeln, in Felsen."Ja von der Seite Phöniciens weiß man ja, daßzu Moses Zeiten Cadmus sein Alphabet schon denGriechen brachte: und wie lange pflegt ein Staatschon bewohnt zu seyn, wie viel Zeit pflegt er zusolcher Bevölkerung zu gebrauchen, che er Colonienabsetzt ? das ist also mehr als ungezweifelt.
Wie unwahrscheinlich ist nun die Erfindungeiner solchen Gedächcnißhieroglyphe zu einer so buch-stabcnrcichen Zeit! Welche Mühe, dies auszuden-ken! die Tradition von Schöpfung und Sabbathso genau geordnet an sieben Punkte zu hängen!die Tagewerke aus einander zu entwickeln und siegegeneinander abstechen zu lassen! den Pnrallelis-mus in einzelne Worte zu fassen, die zum Lheilerinnernde Wortspiele und Idiotismen der Sprachesind! eine Figur von sieben Bildern zu erfinden,wo Eins auf das Andre weiset uns. rufet! DiesAlles in eine Hauprsiktion von Schöpfunqstaqenzu bringen, und sie mit Strophen, Rhythmen und