den Wink seines Haupts in stiller Ehrfurcht! Daruhet Gott, der Weltschöpfer, der Alles mit Ei-nem Wort geschaffen und gemacht hatte, und ge-nießet sich selbst in heiliger Sabbathstille — selbstdie Besichtigung seines Werks ist vollendet — sichallgnugsam und selig! Unser, Gott ist das nicht;der ist, nach unsrer rastlosen Geschäftigkeit, derwirksamste Weltregicrec, den wir in jedes unsrerGeschäfte mit Hitze und Interesse einmischen; eSist auch nicht der selige Gott unsrer Philosophen,der sich in seinem Einigen ewigen Gedanken derVollkommenheit spiegelt: es ist aber der Gott derMorgenländer — National - Gort!
Kann ich ein Nationalstück in alle seinem Le-ben geben? Dies feine Völkergefühl, was uns somächtig ergreift , so innig fortreißt, es hängt anwelchen kleinen, flüchtigen Eindrücken der Vorstel-lunqsarten, Bilder, Worte, Töne, und ihrer vonKindheit auf mitwirkenden Zdcen! Wehe dem, deres sich will vorbuchstabiren lassen! der es nicht le-bendig sieht, und, wenn er will, mitfühlet. Manstürze sich in die Natur des Orients, lese nichtblos Rcisebeschreibungen kalt und todt, sondernfühle ihre Werke und den unübersetzbaren Geistderselben lebendig: man wird bei Kleinigkeiten mehrfühlen, als sich in ewigen Commentarcn sagen läßt.Wer aber ohne dies Gefühl tadeln und spotten will,der verdient die Antwort, die Noah nach der Fabeldem Esel gab, der vor seiner Arche radelnd stehenblieb: hinein du Esel!
Ein morgenländisches Gedicht auf die Schöp-fung — aber bei alle diesen und hundert andern
Nati-