des Menschengeschlechts.
3.9
des Ansehens begabt! das Weib im Klima derSchönheit geboren! beide göttlicher Natur! Seinedler Geist, der das Hohe und Große liebet, undden Staub der Erde verachtet, gewöhnt sich auchan edle Bilder seines Geschlechts, seines Adels vonHerkunft: er sucht den Himmel und läßt den Erd»wurm in Erde wühlen, So wenig es das Geprä-ge und der begleitende Schutz-Engel Eines unsrerpolitischen Europäer, eines geschäftigen, kriechendenHofmanns, eines raubenden Soldaten oder eineskargen Betrügers der Gedanke scyn wird: „beden-ke, du bist ein Bild Gottes!" so konnt's das Ge-präge der Seele eines freidenkenden Morgenländerswerden, der Städte und eingeschloßene Pallästehasset, in freier Welt und in Eden lebt, und eSfür Glückseligkeit hält zu herrschen — frei zu seyn,oder zu walten: auf der Jagd oder in seinem Hau-se ; über sein edles Pferd oder über seinen Stammund Familie. Man bilde sich ein Ideal eines ed-len, glücklichen Morgenländers, und er wird —ein herrschender Gott der Erde! Was kann ich da-für, daß wir in unserm städtischen, häuslichen,bürgerlichen, gelehrten, politischen, geschäftigen,gekrümmten und sklavischen Leben das Ideal nichtmehr fühlen?
Der schaffende Gott ruhete endlich und hieltgroßen Sabbath — Morgenländische Ruhe, Selig-keit und Lohn nach ermüdenden Geschäften! Daruhet aldenn der fühlbare Morgenländer im Schat-ten seines Palmbaums, und ziehet Duft und Er-holung mit allen Sinnen ein! Da ruhet der befeh-lende Monarch, und hundert Sklaven warten auf