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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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302
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3«2 Zusätze zu der ältesten Urkunde

Wiederholungen, Gegensätze, Näthscl und Antwort:die übersehlichste Symmetrie im Versbau, zwo sichentsprechende Zeilen: endlich die natürlichste Rhyth-mik des Ohrs, der Parallelism, oder der Reimbei so vielen Nationen. Alles ergiebt sich ausEinem Principium: Alles stimmt mit dem rohenAnfänge der Kunst, die die einzelnen abgetrenntenAusbrüche der Seele auf die leichteste, natürlichsteWeise nach dem einfältigsten Plan einer Symme-trie schön ordnet: alles endlich wird durch die Ge-

schichte aller Sprachen, Völker, und Welttheilebestätigt. Wir brauchen nicht nach dem Tempelzu Jerusalem zu wallfahrten: wo auf der Erdedie Natur Poesie spricht und die Kunst Poesie ord-net : da wird dieser Parallelismus so der Anfang

der Dichtkunst seyn, wie die leichteste Symmetriein der Baukunst, im Tanz, im Gesänge, in dermenschlichen Gestalt, in der Zeitrechnung und inAllem, Anfang der schönen Kunst ist. Da mißtdas Auge, das Ohr, der denkende Geist, der sichbewegende Körper: die Seele wirkt und vollendet:gehl in Theile und fühlt zugleich, daß sie ein Gan-zes habe: beschäftigt sich also ohne sich zu entkräf-ten: sie empfindet dunkle Vervollkommung, undWollust und Schöpfung und Nachahmung Gottes.Die Symmetrie tönt im Ohr wieder

Schlag auf Schlag, Gedank' auf Gedanke! derhörende Jüngling

Jauchzt und zerfließt im Gefühle der Freuden

Die einfache Symmetrie spielt im Auge Mit Far-ben, mit Gestalten, mit Gebäu: regt sich im Tan;