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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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des Menschengeschlechts, 299

Lieder, die ein Singet dem Herrn! widertö-nen, die diesen Parallelismus ursprünglich haben,oder sinds nicht vielmehr alle, auch die vom Lew.pel entferntesten Stücke? selbst kurze Ausbrüche desAffekts mitten in der Geschichte? selbst hingcworfnefeurige Bilder mitten im Erzählen? ja das histori-sche Gewebe der Geschichte selbst? Die ganze he-bräische Dichtkunst, bis auf den innern Bau ihrerpoetischen Sprache ist ein fortgchender Parallelis-mus ist sie aber ganz eine fortgehende Lita-nei ?

Ja wäre sie's. Alle orientalische Dichtkunstist im Grunde eben so parallelisch: so selbst ihreFragen und Antworten, ihre Segnungen und Flü-che, ihre Lehrsprüche und Sentenzen, ihre Nathselund Gleichnisse Alles sinkt auf zwo Seiten,oder wenn man will, geht zweifüßig erhaben da-her. Wie? und alle diese Morgenländer waren imTempel zu Jerusalem erzogen? ihre Sprache undTanz und Gesang unter den Priester-Chören derJuden gebildet? Ja endlich, warum Morgen-länder allein? alle alte einfältige Poesien wilderVölker lieben diesen zweistimmigen Rhythmus: siemögen in Norden oder Westen, in Wäldern oderauf Bergen gewohnt haben: Skandinavier undNordamerikancr, Letten und Lappländer: je mehrsich ihre Sprache der Poesie, und ihre Poesie demLiede, dem Erhabnen, dem Zaubcrmäßigen nähert,desto mehr wird sie Antiphonic! Parallelismus!Und was hatten alle diese Völker bis auf ihrewilde Zaubertöne, und ihre Gesänge der höllischenGeister mit den Priester-Chören der Juden ge-