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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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2^8 Zusätze zu der ältesten Urkunde

Das erste, vierte, siebente entsprechen sich offenbar,gleichsam als die großen erbabencn Tage, und alsder mittlere Stamm des Werkes. Das fünfte undsechste, die gegenüber stehen, sagen sich, so wieim Innern, so auch darinn zu, daß sie beide Seg-nung bekommen , und die Kadenzen aller Tagwerke,die schon dem unwissenden LH re symmetrisch sind,fassen alles ein da stebt also die dichterische,sinnliche gedächtnißstützende Symbole! das schließtuns viel auf.

Lowth Hats bewiesen, daß die ganze hebräischeDichtkunst einen Parallelismus, eine Symmetrievon Zeilen liebe, die bald synonymisch, bald An-tithese, bald Veränderung des vorigen Sinnes ist:und das kann ihm niemand läugnen, der Psalmen,Propheten und Hiob gelesen. Daß er aber diesenhebräischen Parallelismus aus Chören im Tempel,aus Antiphonien im Heiligthum Herleiter, ist wideralle Wahrscheinlichkeit, ja wider die Geschichte al-ler Poesie. Wer sagts ihm, daß die Poesie derHebräer in Tempeln entstanden, und nicht erst alsein Kind der menschlichen Affekten, aus Tanzenund Gastmahlen, zur Pflegerin der Altäre gemachtist? Und wenn das, müßte nicht die Poesie derTempel hier so, wie unter allen Völkern, eher dieGestalt ihrer Erzieherin, der ländlichen Musik, desjugendlichen Freuden- und Lustgeschreies, der Tän-ze und Lieder des Volks annehmen, als daß sichdiese weissagend nach den Chören des Tempels hät-te bilden sollen? Zudem, sinds blos die Tempelge-sänge, die Psalmen, die oft nicht die besten Stückeder orientalischen Dichtkunst sind sinds blos die