des Menschengeschlechts. 29c
Stück dieser Art je auf dogmatische Art behandeln?daß man ihm keinen eignen, dichterischen Ausdrucklasse? daß man ihm keinen Ausdruck seiner Zeit,seiner Nation, seiner Sprache erlaube? daß wennman ein Wort für sich brauchen könne, man eSaus seinem ganzen Zusammenhang, aus seiner gan-zen poetischen Haltung, aus alle seinem National-und Lokallicht herausreisse? daß man sogar mysti-schen Sinn hineinlcge? einen kleinen Thcilbegriffeiner Redensart, ein Nadelöhr ergreife, um einenCamcel dadurch spatziercn zu lassen ? um aller Ver-nunft und Billigkeit willen, wie kann man das?Kann mans: kann man aus dein poetischen Na-
men Elvhim, den eine sinnliche Nation Gott giebt,eine Dreifaltigkeit, und aus dem „Elohim schuf!"eine Dreieinigkeit: und aus dem schauderhaftestenBilde des Nachtwindcs, eine dritte göttliche Person,und aus dem edeln poetischen Ausdruck „Gottsprach!" ein selbstständiges Wort beweisen? Nacheben den Regeln und Befugnissen, wer hindert michalle diese Ausdrücke in der Dogmatik wieder so,der dogmatischen Natur zuwider, zu poetischen Aus-drücken zu machen, als sie, ihrer poetischen Naturentgegen, Begriffe des Systems wurden? Kannder poetische Contrast, daß Gott mitten unter denDunkelheiten des ewigen Erdmeers das Licht her-vorspreche: kann der's dogmatisch erklären, daß ,
Gott die Welt „aus Nichts, durch ein Wort!"geschaffen; so stehts mir ja frei, dies dogmatischeNichts mir so sinnlich als die alte Wassernacht,und das Schöpfungswort so sinnlich, als ein:
„Sey Licht!" zu denken. Isis erlaubt in der cin-
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