des Menschengeschlechts. 287
wird, wenn ec sich um den Katalogus der Schrift-steller dieser Art bemühet. Und alle haben ihrSystem in Mose gefunden! und ihr System nachMoses sechs Tagewerken entwickeln können! Undin aller Mosaischen Ordnung! und genau mit sei-nen Ausdrücken! Guter Gott, wie viel Kräfte undScharfsinn kann der menschliche Verstand zeigen,eben, wenn er am gröbsten irrt! Und wie grobkann er irren, eben wenn er die göttlichsten Fun-ken zeigt!
Wenn eine Nation in den Abgrund diesesFehlers gefallen ist, so sinds unsre Brüder, dieEngländer. Sie, so denkende, durchdenkende Kö-pfe, so große Erfinder in der Nnturlehre: sie soll-ten Moses nicht ihre Naturlehre haben geben kön-nen ? — Versucht haben sie's: — — jeder dieSeinige: — — manche mit einer Einbildungs-kraft, mit einer Starke von Arbeit und Gelehrsam-keit, daß, wenn ich die Werke der Burnets,der Whist ons, der Keils -und die Rei-
hen von Schriftauslegern betrachte — was soll ich?bewundern? oder bedauern? — Wir Deutsche sindihnen zwar nicht an Erfindung, aber gewiß anArbeit und Mühseligkeit zuvorgekommen, diese Hypo-thesen zu sammeln, weitlaustig ans Licht zu stellenund — elend zu widerlegen oder zu verbessern.
Und ich behaupte, daß nie ein physisches Sy-stem, die Naturlehre mag sich verändern und »er-weitern wie sie will, der Schlüssel zu Moses seynwird. Das ganze Stück ist offenbar nichts alsGedicht, morgenländisches Gedicht, was ganz auf