des Menschengeschlechts. 279
„Lasset uns Menschen machen, daß sie unser„Bild und uns ähnlich seyn!" Geschlecht! bist duso Versalien, daß du die Züge der Acbnlichkeit Got-tes, diese Spuren der Göttlichkeit in dir, nichtmehr anerkennest? Siehe dich! siehe die Thiere!Diese aufgerichtete, edle feinere Gestalt, dies seclen-volle Antlitz-so mächtig der Seele
Tiefstes Denken vom redenden Äug' herunter zusagen
dieser geistige Blick, der schnell und voll und ein-heimckch — zum Himmel hinaufwallt: diese zu ei-ner solchen Sprache artikulirte Stimme: diese zu sovielen und seinen Geschäften und Empfindungenund Gedanken artikulirte Bildung — die gab erdem Thier nicht ! da geht, auch in seiner nacktenDürftigkeit, in seiner zerstörlichcn Schwäche, dageht ein irdifchgebildeter Gott! einer der Elohim insichtbarer, ausdrückender Gestalt! Seht hin in seinhimmlisches Antlitz, auf seine winkende Stirn, insein redendes Auge, ans seinen Mund und Miene,die die unsichtbare Vernunft und die unaussprech-liche Empfindung sichtbar und hörbar machen kön-nen — seht ihr nicht Strahlen der Gottheit? Se-het seinen Umriß und Stellung, Brust und Arme,Stand und Bewegung — da wohnt Starke undAdel, Leben und Wirksamkeit, Schönheit und Gü-te , Liebe und Weisheit! er ist der Elohim Einer,der unter dieser Hülle wandelt! Wir wollen alsonicht untersuchen, was für ein Wort die meistendieser Eigenschaften in sich fasse? ob cs Vernunft,oder Seele, oder Organisation heisse? was ist u»Sam Wort gelegen? schlimm, wer diesen Vorzug