264 Zusätze zu der ältesten Urkunde
Und die zu sa m m e n g efl 0 ß ne n WasserMeer.
Und Gott sah, daß dies gut war.
Wer kann nun noch an der Parallele zweifeln?Hier ist das Siegel der Benennung: Himmel undErde! Höhe und Niedrigkeit! Fußboden Gottes!Erdboden der Menschen! wie weit ist schon dieSchöpfung ausgebildet —
Da steht der Himmel, in Wassern gewölbct!
Die Himmel , seiner Hände Werk!
Da stehr die Erde am Meere gegründet!
Und an den Ocean gesenkt!
Und weil nun diese beiden Tagwerke eine so enge,zusammenspielcnde Parallele machen: so sieht manohne Kopfbrechen und gelehrte Gcheimniße die Ur-sache, warum bei dem erstcrn von beiden nicht aus-drücklich dastand, daß Alles gut sey. Es solltenicht abgerissen und geschlossen werden: es wardein fortgchcndcs Werk, was seine zwole Halste for-dert, und da diese vollbracht ist, da der Fußbodendes menschlichen Pallasts so geräumt ist, wie dortder Fußboden Gottes; so sicht nun der Werkmei-ster beider mit Einem Blicke: vollendet, gut,vollkommen! Nun gebührt ihm das Lob, wasihm über dies Tagewerk die morgenlandischcn Dich-ter in so erhabenen Bildern geben:
Wer legte dem Meer Schleusen vor,
Als es hcrvorbrach wie aus Mutterleibe?
Als ich ihm Wolken zum Gewand'
Und Nacht der Gewitter zu Windeln bestimmte?
Als meine Hand über ihm Maas nahm,