des Menschengeschlechts. 2^9
seinem Gesmigc sagte: „Wer ihn, als einen Pal-„last, zu bauen begönne, der setze güldne Säulen„zum fesicrrichtcten Eingänge: er beginne den An-„fang vortreflich!" Was dieser Dichter sagte, dasthut der unsrige: so beginnet, so schließet er den
Gesang, „wenn Gott Erd' und Himmel vollendet!"Wer kann noch zweifeln? Wer kann noch deuten?der Eingang, die Aufschrift, die Ankündigung istda: wie wird der erste Blick in diese SchöpfungGottes seyn?
Dunkel und schaudervoll. Der Gesang rolltfort, nach der Weise solcher uralten Lieder: die
letzten Worte werden die ersten: kein Himmel istnoch:
Und die Erde war wüst und leer:Finster niß lag auf Tiefen des Was-sers
Und der Hauch Gottes webte dieLiefen:
Meine Uebersezung, bleibt dem Eindrücke weitnach, den dieser erste Blick in die ungeschaffneSchöpfung nach der Ursprache machen soll. DerDichter findet die ewige Erde, gestaltlos, eine wü-ste Leere, die den Eindruck des schrecklichen Grau-sens macht, wenn wir in ein Thohu Vabohis*)treten.
— Traurige Wüsten
Aor uns in entsetzlichem Dunkel, unbildsam und öde!
*) Wüste und Leere.