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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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Aelteste Urkunde

Deutlicher für ein gesundes Auge kann nichtsseyn in beiden Stellen der Bibel. Und doch hatder Auslegung unseres Jahrhunderts dies kindlicheGottesleben auf Erde und die auszeichnende väter-liche Hinnahme des Kindes nicht mehr behaget.Man hat das erste in einen sinnlosen Priesterdienst(weil Gott gefallen, vor Gott wandeln, auch vonPriestern sinnlos gebraucht worden) und die letztein einen lieben, natürlichen, frühzeitigen Tod ver-wandelt, damit er die Sündfluth nicht sähe.Beides mit dem Schalksauge, das, nur immerErde zu sehen, den Hellesten klarsten Himmel leug-net.

In verderbten Zeiten lebt' Henoch: Judas*)führt seine drohende Weissagung an, die lauterGericht flammet. Ein Eiferer vor Gott also, wieElias, in Zeiten, da alles schon ohne Gott wan-delte, und sein Leben mit Gott, sein PredigenGottes:Er kommt, ob ihr ihm gleich spottet!"Zcugniß war. Sein Glaube, der die späteste Zu-kunft als Gegenwart umfasset, dem alle Heiligenhehr und bei Gott sind einst Zeugen seiner ge-waltigen Rache über die gottlose Schöpfung: seinprophetischer Blick, sein Sich an Gott haltenalles lebt in diesen Worten. Heißt das nicht, erwandelte mit Gott in einer ungöttlicherl Zeit, ineinem verkehrten, der Strafe reifen Geschlechte?Und nun, wie Paulus sagt, weil er das Herzhatte, zu glauben, daß Gott sey, und daß er de-

*) Jud. v.-.