des Menschengeschlechts. 222
vorm Angesicht GotkeS, dem sie dienen, und anihnen zahlet sich, an ewigen Pyramiden, das Al-ter der Welt!*)
Und haben den Frieden zur Hütte,
Sehn ihre Wohnung schön und sündigen nicht,Sehn ihren dichten Saamen um sich herUnd Kinder, wie grünendes Gras aus ErdenUnd kommen in höchstem Alter zum Grabe,Wie der Fruchthügel aufsteigt zu seiner Zeit —
Einer dieser Gottesvatcr verliert sich früh' undlebendig aus der Slammreihe ewiger Jahre, Henoch,der siebente von Adam. Geweihet hieß sein Name,und so war sein Leben und so ward sein Hingang.Göttlich, er wandelte mit Gott, und war nichtmehr auf der Erde, denn Gott nahm ihn zu sich.— Das erste und schönste Lob, das einem Men-schen ward; Lob aber eines vollendeten Menschen,der nicht mehr war. Göttlich war sein Leben, erwandelte mit Gott: er ist nicht mehr auf der Er-de, Gott nahm ihn zu sich. Es steht nicht beiAdams Tode, bei Abels schreiendem Blute. —Paulus erklarts: durch den Glauben ward Enochwcggenommen, daß er den Tod nicht sähe, undward nicht erfunden, darum daß ihn Gott hin-nahm : denn vor seinem Wegnehmen Halle er Zeug-niß, daß er Gott gefallen —
*) S. im Anhang das IN. Fragment, über dasGeschlechtregister der Sethilen, und das IV.,über Lebensart und langes Leben derselben.Herders Werke». Rel. u. Theot. VI. P