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Religion und Theologie Theil 6 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 2
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204
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2o/j. Aelteste Urkunde

de empört sich: die Wüste ruft: der Leichnam flies-sec: Geschrei des Bims auf leerem Felde zwischenHimmel und Erde:der Richter kommt: wo ist

Er!" Die Erde flucht, die Wüste ruft, das Blutschreiet, der Mörder fliehet: wo soll er bleiben?

wen soll er sehen? den Vater, die Mutter, Ge-schwister, sich selbst, Himmel und Erde? ,,Jstdenn für meine Sünde kein Rath?" rufr deraufs tiefste beklemmte, von allen Lebenden abgeson-derte , allem Lebendigen und Tobten, der ganzenSchöpfung Feind: ist meine Schuld denn ohne Ver-gebung, aller Vergebung zu groß, zu mächtig?Siche du treibest mich heute schnell itztplötzlich von der Erde, muß überall mich vor dei-nem Angesicht bergen, muß zitternd und flüchtigseyn auf der Erde verlohrcn, hülflos, unend-lich elend tausendfache Vergeltung! nicht einTod Todesraub Alles, Alles, was mich findet Gnade Gott dem Gefühl derer, die hier Trotz,pochende Vermessenheit und Verzweiflung alleinfanden! Das härteste, beklemmteste Flehen einesharten Menschen, eines Ackermanns, Brudermör-ders, Erstgebohrnen, KainS, der keine Thrane wei-nen kann und aufs rührendste bittet, weil er nichtzu bitten vermag. Er fühlt nichts: hört keinenweinenden Laut vom Blut des Bruders, sieht nichtseinen geliebten Schatten, kennt weder Vater nochMutter; fühlt sich ausgeworfcn der Schöpfung,von Gottes Angesicht vertrieben, verbannt von Al-lem, wo Leben, Licht, Freude athmet. Die Erdebellend, in Wüste, alle Ellementc in Wirrung,sich ewig im Nachen des Todes Und der Er-barmec fühlt auch den innen, Seufzer des harten