des Menschengeschlechts. 2v3
„ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen.„Sie bluten im Staube, sie irren auf den Gebir-gen. ES ist aus mit ihrem Geschlechte." Blät-ter des Schicksals über Erden-Hoffnung und Va-terwunden und Mutterweissagunq und Brüderblutund Opfer und Demuth und Menschenleben, wiefürchterlich rollet ihr auf!
Da sprach der Herr zu Kain: „wo ist dein„Bruder Adel t" Er fragt, wo niemand fraget:er rächt, wo niemand rachen kann. — Wie frecherist Kains Antwort, als dort Adams im Paradiese!Der Sohn ist mehr schon gegen Gott, als derVater: Menschengeschlecht, du rollest hernieder! —Kein Trug, kein Trotz aber befriedigt den wissendenRichter! Was hast du gethan, Kain? Die Stim-me deines Bruders Bluts schreyet —
Hier fahrt Schauer durch Menschengebeine,und, ewige Worte, verliert nie eure Kraft! Esist nicht Dichtung, daß Bruderblut schreyet, daßes ewig aufruft von der Erde, und daß die Mut-ter , die unwillig ihren Rachen aufthun mußte,um Sohncsblut von den Händen des Bruders zuempfangen, den Mörder verfluche, schrecke und un-willig trage. „Wenn du den Acker bauen wirst,„wird er dir fort sein Vermögen nicht geben! wirst„umirren zitternd und flüchtig!" Weh uns, wennwir auf diesen zurückwirkenden Fluch der durch unsverfluchten Kreatur nicht mehr glauben! Um VaterAdams willen war der Acker verflucht worden; itzttraf der Fluch von ihr auf seinen Sohn, den er-sten von Gott verfluchten Menschen, den Mörderseines Bruders, zurückprallend wieder. — Die Er-